Medienmitteilungen

Seit mehreren Jahren diskutieren wir nun die Umgestaltung der Solothurnstrasse. In den letzten Monaten herrschte aber Funkstille. Die FDP Grauholz fragte sich, wann wir nächste Neuigkeiten dazu erfahren würden. Insbesondere interessiert uns wann und wie es weitergehen soll. Weitergehen ist hier das Schlüsselwort. Nach umfangreichen Vorbereitungen einfach stecken zu bleiben wäre fatal.

 Erfreut sind wir darüber, dass aus dem Gemeinderat eine Information zu diesem Thema kam. Die Mitteilung im Internetauftritt der Gemeinde Urtenen-Schönbühl vom 25. Juni 2013 lautet wörtlich:

„Umgestaltung Solothurnstrasse
Die Umgestaltung des Strassenraums ist ein im Agglomerationsprogramm des Bundes angemeldetes Projekt, d.h. der Bund wird namhafte Beiträge an dieses Vorhaben sprechen. Mit dem Kreisoberingenieur wurde festgehalten, dass dem Projekt hohe Priorität beigemessen wird. Mit einem etappierten Strassenplan soll erreicht werden, die Aufgaben und die Anliegen in den hängigen Einsprachen zu lösen und zu entkoppeln."

Irritiert sind wir allerdings von solch unverständlichen Formulierungen. Wir bekennen, dass wir den Text auch nach mehrmaligem Lesen nicht verstanden haben. Sowohl „wann geht es weiter" als auch „wie geht es weiter" bleibt nebulös. Da half kein Kopfkratzen. Dafür aber eine Nachfrage auf der Bauverwaltung. Herzlichen Dank für die prompte und klare Auskunft!

Was ist Sache?
Wir haben es eingangs erwähnt: Die Umgestaltung der Solothurnstrasse ist kein neues Thema. (Wer die Einzelheiten nicht mehr auswendig weiss, kann sich bei der Bauverwaltung erkundigen – uns geht es hier ausdrücklich um die weiteren Schritte.) Trotzdem sei hier noch einmal daran erinnert, dass wir diese Verkehrsader brauchen. Der Verkehr soll möglichst flüssig sein und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden hoch. Und wir schreiben hier mit voller Absicht „die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden": Die Schwächsten sind – wie immer - die Kinder, sei es auf dem Schul- oder einem anderen Weg. Die meisten von uns sind heute jedoch mitunter auch mit dem Auto unterwegs. Und die meisten von uns sind verantwortungsvolle Menschen, fahren vorsichtig und rücksichtsvoll. Jetzt stellen Sie sich vor, Ihnen unterläuft trotzdem ein Fehler, sie fahren jemanden an. Auch wenn Sie selber körperlich unverletzt bleiben – sie werden sich schuldig fühlen. Schlechte Strassenverhältnisse wie Fussgängerstreifen am falschen Ort, fehlende Warte-Inseln, unübersichtliche Einmündungen und was dergleichen mehr ist, erhöhen die Gefahr solcher Fehler. In diesem Sinne profitieren alle Verkehrsteilnehmerinnen und –Teilnehmer von den geplanten Massnahmen.

Wo drückt der Schuh?
Vier Stellen entlang der Solothurnstrasse gaben zu reden. Die erste beim Zentrum, die zweite liegt bei der Einmündung des Friedhofwegs in die Solothurnstrasse, die dritte beim Ochsen (Einmündungen beidseitig in die Unter- und die Oberdorfstrasse) und die vierte beim alten Schulhaus.

Nicht alle vier dieser Stellen gaben oder geben aber gleichviel zu reden. Die drei Erstgenannten sind nahezu unbestritten, beziehungsweise die mittels Einsprachen unterbreiteten Anliegen können gelöst werden. Dort ist das Projekt auf gutem Wege.

Anders jedoch beim alten Schulhaus. Zu diesem Teil des Projekts sind viele Einsprachen eingegangen und die entsprechenden Lösungen noch nicht gefunden.

Ahaaaa! So ist das!
Hier erhalten wir nun Klarheit was hinter den Ausdrücken „etappierter Strassenplan" und „entkoppeln" steckt, und wir nehmen es gleich vorweg: Es ist eine sehr vernünftige Idee, die da lautet:

Drei der vier Stellen, die zu reden geben, sind gelöst oder stehen im Begriff gelöst zu werden. Sagen wir einmal der Einfachheit halber drei Viertel des Projektes sind auf gutem Wege.

Die Bauherrschaft ist das Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieur Kreis 3, die genehmigende Behörde ist die Baudirektion des Kantons Bern. Das Tiefbauamt wird bei der Baudirektion die unbestrittenen Projektteile zur Genehmigung beantragen. Der Gemeinderat begrüsst dieses Vorgehen.

Die offenen Fragen und hängigen Einsprachen zur Situation beim alten Schulhaus sollen separat und in Ruhe geklärt werden, um zu einer allseits verträglichen Lösung zu kommen.

Dem Vernehmen nach hoffen der Gemeinderat und die Bauverwaltung, die drei Teile Zentrum, Friedhofweg und Ochsen in den Sommerferien 2014 an die Hand nehmen zu können, wenn denn alles glatt geht. Und wenn nicht? Nun, dann werden wohl vom Kanton ergänzende Bedingungen gestellt oder Auflagen gemacht werden. Auch das hilft weiter: Je klarer und vollständiger die Vorgaben, desto besser kann das Projekt darauf abgestimmt werden.

Bundes- und Kantonsgelder
Im Text der Gemeinde ist der Hinweis auf zu erwartende Bundesgelder enthalten. Auch darum ist es wichtig, dass keine unnötige Zeit vertan wird mit den drei ersten Teilen des Projekts. Diese Bundesgelder sind nur in einem zeitlich begrenzten Rahmen zu erwarten.

Fazit
Die FDP Grauholz begrüsst und unterstützt die Idee, die ersten drei Teile der Umgestaltung voranzutreiben. Ebenso unterstützt sie den Willen des Gemeinderates, für den Teil beim Schulhaus mit allen Betroffenen eine möglichst verträgliche Lösung zu suchen.

FDP Grauholz
Der Vorstand

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